{"id":372,"date":"2023-02-27T18:35:57","date_gmt":"2023-02-27T17:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.autor-bellartz.de\/?page_id=372"},"modified":"2023-04-02T19:22:10","modified_gmt":"2023-04-02T18:22:10","slug":"ein-buestenhalter-ein-hut-ein-gruss-vom-fuehrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.autor-bellartz.de\/?page_id=372","title":{"rendered":"Ein B\u00fcstenhalter, ein Hut und &#8230; ein Gru\u00df vom F\u00fchrer"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"585\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-585x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-373\" srcset=\"https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-585x1024.jpg 585w, https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-171x300.jpg 171w, https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-768x1345.jpg 768w, https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-877x1536.jpg 877w, https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter-1170x2048.jpg 1170w, https:\/\/www.autor-bellartz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Cover-Ein-Buestenhalter.jpg 1378w\" sizes=\"auto, (max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mit weit aufgerissenen Augen starrten meine Mutter und ich aus dem Fenster \u2026 amerikanische Panzer rollten langsam die Stra\u00dfe entlang. Ihre Gesch\u00fctzrohre waren auf unser Haus gerichtet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Xenia Stengel (Pseudonym) erz\u00e4hlt ihre subjektiven Erlebnisse aus den Jahren von 1928 bis 1945.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Flug der \u201eHindenburg\u201c, die Unruhen zur Zeit der Weimarer Republik, den R\u00f6hm-Putsch, die Machtergreifung durch die Nazis, die Reichskristallnacht, den Ausbruch des 2. Weltkriegs, Bombenn\u00e4chte und Fliegeralarme und schlie\u00dflich das Ende des 3. Reiches hat die inzwischen Einundneunzigj\u00e4hrige als Zeitzeugin miterlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Xenia Stengel erz\u00e4hlt aber auch in ansprechender Art vom Kinderheim am \u201eFrischen Haff\u201c, den Ferien im Riesengebirge, dem Pflichtjahr auf einem Rittergut in Mecklenburg und l\u00e4sst viele andere unmittelbar erlebte Episoden und Begebenheiten aus ihrer Kindheit und Jugend Revue passieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Entstehung des Buches:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf einem alten Bauernhof in der Dordogne lernte der R\u00f6srather Autor Rolf Bellartz (Heidenangst u.a.) eine Frau namens Xenia Stengel kennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit einem bunt gemischten Haufen von Leuten aus verschiedenen Generationen war die inzwischen einundneunzigj\u00e4hrige Seniorin in den S\u00fcden Frankreichs gekommen, um dort den Sommer zu verbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter einem uralten Walnussbaum sitzend, erz\u00e4hlte die r\u00fcstige, alte Dame &nbsp;Erlebnisse aus ihrem bewegten Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zw\u00f6lfj\u00e4hrige M\u00e4dchen, sechzehnj\u00e4hrige Jungen, Erwachsene um die drei\u00dfig sowie eine Handvoll Endvierziger sa\u00dfen um Xenia Stengel herum und lauschten gebannt ihren Erz\u00e4hlungen aus Kindheit und Jugend zur Zeit des Dritten Reichs.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die alte Dame ihre Schilderungen schlie\u00dflich mit dem Heiligen Abend des Jahres 1945 abschloss, zeigten sich die Zuh\u00f6rer tief bewegt und gaben zu verstehen, dass sie \u00fcberwiegend bislang nur \u00fcber unzureichende Kenntnisse der dargestellten Zeit verf\u00fcgten. Vor allen Dingen war sie ihnen noch nie aus der Sicht eines damals jungen M\u00e4dchens nahe gebracht worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu bist eine Zeitzeugin, deren Geschichte f\u00fcr die Nachwelt festgehalten werden muss\u201c, sagte man Xenia Stengel. Bald gebe es niemanden mehr, der aus diesem Zeitabschnitt noch erz\u00e4hlen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald schon keimte in Bellartz der Gedanke, Xenia Stengels Geschichte niederzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach anf\u00e4nglichen Bedenken der Seniorin, war sie schlie\u00dflich doch bereit, dem R\u00f6srather Autor ihr Leben in chronologischer Reihenfolge zu erz\u00e4hlen. In zahlreichen Sitzungen entstanden Tonbandaufnahmen von nahezu sechs Stunden L\u00e4nge.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Flug der \u201eHindenburg\u201c, die Unruhen zur Zeit der Weimarer Republik, der R\u00f6hm-Putsch, die Machtergreifung durch die Nazis, die Reichskritallnacht, der Ausbruch des 2. Weltkriegs, Bombenn\u00e4chte und Fliegeralarme und schlie\u00dflich der Zusammenbruch des 3. Reiches flossen aus ihr heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch an pers\u00f6nliche Ereignisse wie den Aufenthalt im Kinderheim am \u201eFrischen Haff\u201c, die Ferien im Riesengebirge sowie an das Pflichtjahr auf einem Rittergut in Mecklenburg konnte Xenia Stengel sich noch erinnern, als l\u00e4gen diese Erlebnisse erst kurze Zeit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Schreiben ging dann viel leichter von der Hand, als ich zun\u00e4chst gedacht hatte\u201c, sagt Rolf Bellartz.<\/p>\n\n\n\n<p>Im st\u00e4ndigen Austausch mit der Zeitzeugin entstand eine Autobiografie, die durch stellenweise eingesetzte Dialoge und Handlungssequenzen romanhafte Z\u00fcge aufweist und in der es oft sogar richtig spannend wird.<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br><br><strong>Xenia Stengel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Xenia Stengel wurde 1928 in Krefeld geboren. Ihre Mutter kam aus Brasilien, der Vater stammte aus dem Sudetenland.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Arbeitslosigkeit des Vaters zur Zeit der Weimarer Republik bedingt, lebte die Familie zun\u00e4chst in tiefer Armut.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Machtergreifung durch die Nazis bekam Xenias Vater, ein gelernter Techniker, Arbeit, wodurch sich der Lebensstandard der Familie zum Positiven hin \u00e4nderte.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch einige schwere Krankheiten und zahlreiche Umz\u00fcge innerhalb Deutschlands, gestaltete sich Xenias Kindheit und Jugend anders als die gleichaltriger M\u00e4dchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schule konnte nur sporadisch besucht werden, Freundschaften mit anderen Kindern waren selten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst beim Umzug nach Bad H\u00f6nningen im Rheinland erlebte Xenia das, was als \u201eendlich angekommen\u201c zu bezeichnen gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbruch des 2.Weltkriegs beendete dann jedoch alsbald die gerade begonnene, unbeschwerte Zeit der Jugend.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Rand des \u00dcberlebens wurde sie schlie\u00dflich mit ihrer Mutter nach Th\u00fcringen evakuiert und erlebte \u2013 anders als viele Landsleute, Bekannte und Freunde \u2013 das Ende des 3. Reiches unter einmarschierenden Amerikanern und Russen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit weit aufgerissenen Augen starrten meine Mutter und ich aus dem Fenster \u2026 amerikanische Panzer rollten langsam die Stra\u00dfe entlang. Ihre Gesch\u00fctzrohre waren auf unser Haus gerichtet. 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